Berlin-Bücher

Sehr oft, gerade wenn ich zum Zug oder Flugzeug muss, kaufe ich Bücher nur nach Cover, Titel oder nach Regal, in dem sie stehen. Als letztes lese ich den Klappentext. Beim Onlinekauf von Büchern guck ich nach den schlechtesten und besten Rezensionen (die dazwischen sind Käse). Mir ist bewusst, dass viele Verlage die Rezensionen faken, aber eine Tendenz geben die Rezensionen allemal wieder.

Neulich (im Oktober), als ich nach Wien flog habe ich in Tegel im Buchladen nach Reiselektüre gestöbert. Dabei fiel mir das Berlin-Regal auf.

Als damals quasi frisch nach Berlin gezogener Promovierender war ich natürlich etwas neugierig und dachte mir, dass so ein Roman neue Perspektiven auf Berlin eröffnen könnte.

Mit dem Griff nach Volker Kutschers Buch „Der nass Fisch“ landete ich einen Glückstreffer. Die Geschichte spielt 1929 und handelt vom Kriminalkommisar Gereon Rath. Die Kriminalgeschichte ist solide: Leichenfund und zunächst keinerlei Ideen, wer dahinter stecken könnte. Mit der Zeit zeigt sich, dass die Polizei nach und nach in einem Wespennest sticht und größere Strukturen zu Tage kommen. Der Roman spielt in Berlin und es ist köstlich sich vorzustellen wie die beschriebenen Orte und Straßen, die es mitunter heute noch gibt, damals aussahen. Ergänzt wird das ganze durch eine interessante Darstellung des politischen Alltags kurz vor der Machtübertragung an Hitler.

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Ich konnte es nicht lassen und habe mir in der örtlichen Bibliothek den Nachfolger ausgeliehen. Dieser heisst „Der stumme Tod“. Spielen tut das ganze in der Berliner Filmszene während der Umbruchzeit von Stumm- zum Tonfilm. Mehr sei hier nicht verraten, wer es lesen will kann es sich ja hier bei Amazon bestellen oder in der örtlichen Bibliothek ausleihen. Ich freu mich auf den dritten Band!

In den Berliner Bibliotheken fand ich dann nach einigen Recherchen noch weitere Berlinbücher. Alle Berlin-Romane sind dort nämlich mit dem Wort „Berlinroman“ verschlagwortet – einfach genial. In den größeren Berliner Buchhandlungen gibt es ebenfalls eigene Regale bzw. Abteilungen mit Berlin-Romanen.

Sehr gut waren auch die Kriminalromane Susanne Goga(-Klinkenbergs). Ähnlich wie bei Kutschers Romanen spielen die Kriminalgeschichte von Leo Wechsler im Berlin der 1920er Jahre. Es spielen sogar die selben Protagonisten, wie Ernst Gennat mit.

Zuletzt habe ich einen Roman gelesen, der, soweit ich das üblickt habe, meistens in Bonn spielt, aber ab und zu auch mal in Berlin. Es handelt sich hierbei um die Bücher „Georg R. Kristan“ – ein Pseudonym für ein AutorInnenpärchen. Hauptakteur ist Kriminalkommisar Freiberg. Ein klassischer Krimi. Gelesen habe ich Sonderkurier. Sehr spannend!

Überhaupt nicht gut fand ich die Bücher von Horst Bosetzky aka. -ky. Aber davon solltet ihr euch z.B. mit diesem Buch selbst überzeugen. A.S. hatte recht mit seiner Bewertung.

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